Angeln am Bodden / Rügen - Teil I
Geschrieben von: Sebastian Zimnol   
Am Samstag den, 07.10.2009 machten wir uns dem Weg Richtung Osten auf die Insel Usedom.  Ein Familien Urlaub mit 2 Tätigen Angeln Trip auf der Insel Rügen zum Hechtangeln . Im Gepäck eine ganze Menge Orka Köder und Jigs, die ich testen möchte. Die ersten 3 Tage habe ich mich nur um meine Familie gekümmert, bis auf einen kleinen Abstecher zum Kurverwaltung. Ich musste mir die Angelerlaubnis Karte für Küstengewässer M-V (10,0€/Woche) holen. Mein Schwiegervater hat ebenfalls die Möglichkeit bekommen in den besten Hechtgewässer Europas zu angeln und mit mir die  Orka Köder zu testen, mit vollem Erfolg wie sich hinterher rausstellte.


Obwohl er noch nicht im Besitz eines gültigen Fischereischeines ist, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Sonderregelung geschaffen. So ist es möglich einen Touristenfischereischein zu beantragen, der dann einmal pro Jahr 4 Wochen lang gültig ist. Tages- und Wochenangelkarten können gegen seine Vorlage an den entsprechenden Ausgabestellen erworben werden.
Montags Abend vor dem ersten Angelntag, kribbelte schon in meinen Fingern. Ich habe noch einmal alles gecheckt, einige  Orka Köder vorbereitet und noch zusätzlich einige Angstdrilling Montagen hergestellt.
In meiner Köderbox hatte ich Orka Shad´s  in 11 und 14cm, Orka Shad Tail  in 10 und 15cm, sowie Orka Sirene  in 12 und 15cm und dazu die entsprechenden Schlittenjigs in der Größe: 4/0, 5/0 in den Gewichten: 10, 12, 15, 17, 20, 23 und 25g.  Natürlich hatte ich auch andere Köder mit, da ich nicht wusste, ob ich mit den Orka Ködern zu Recht komme.  
Weiteres Zubehör wie Stahlvorfächer, Angstdrilling Montagen, Wirbeln, Snaps, Lösezangen rundeten meine Ausrüstung ab. Ich war so weit, es konnte los gehen.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 4:30 Uhr. Gegen 5:20 Uhr holte ich mein Schweigervater ab und wir machten uns auf dem Weg Richtung Insel Rügen. Da für den Autoverkehr die Überfahrt auf die und von der Insel ein Nadelöhr ist, haben wir ca. 2 Std. für die Fahrt eingerechnet und auch gebraucht. So waren wir am ersten Tag erst gegen 7:50 Uhr am Forellen Steg in Seedorf, da mein Navi mich zuerst durch die Gegend geführt hatte (Verlasst dich nie auf ein Navi) bis ich ihm ausgemacht habe und mir den Weg erfragt habe. Dann ging es sehr schnell, Ausrüstung auspacken, anziehen und schnell zum Boot, unserer Guid Jörg von www.angeln-exklusiv.de war schon da und zwei weitere Anglerkollegen. Eine nette Begrüßung und es konnte schon los gehen. Das Wetter machte uns etwas Kopfschmerzen, starker Nordwind, Windstärke 7,  4-6°C Lufttemperatur und auf dem Weg hatten wir immer wieder starken Regen und Hagel. Hoffentlich geht das gut?

Wir wussten eins, es wird nicht einfach und die Angelei wird von uns Höchstmaß an Konzentration abverlangen. Die Köderführung und Bisserkennung war nur über die Schnur möglich und somit wie ich bereits geschrieben habe, höchste Konzentration nötig. Mit schweren Ködern: ich habe mich für ein Orka Shad 14cm in der Farbe: WBU, WY und YR mit einen Schlittenjig 5/0  + Angstdrilling; 20 und 23g entschieden und unter vollem Einsatz haben wir unsere Angelplätze abgefischt. Geangelt haben wir in Nationalpark Vorpommerische Boddenlandschaft: Süd-Ost-Rügen / Having / Zicker 4  in einer Fahrrinne auf ca. 5m Tiefe, die sich als besonders gut herausstellen sollte.  Möglich war das nur, da www.angeln-exklusiv.de eine Ausnahme-Genehmigung für diesen Bereich besitzt.

Es hat nicht lange gedauert und wir hatten eine Kontrolle der Küstenwache gehabt (natürlich ohne Schwierigkeit, alles hatte seine Richtigkeit). In ersten 2 Stunden und eine ganze Menge Würfen hatten wir zwar Bisse, aber kein Fisch. Als noch mehr Konzentration um die Bisse zu verwandeln war Pflicht. Der Jörg hatte uns immer wieder an die besten Plätze rangiert und dann mit Erfolg. Der erste Fisch, eine schöne Hecht von ca. 85cm hat mein Nachbar mit einen Köder von Jörg in Gelb gefangen. Dann rappelte es nacheinander im Boot, jeder hatte sein Fisch bis auf meine Wenigkeit und mein Schwiegervater. Also Köder wechsel war angesagt, ich fischte mit einen Orka Shad 14cm in der Farbe: WY auf einen 23g schweren Jig, mein Schwiegervater angelte ebenfalls mit einen Orka Shad in Farbe: WBU. Keine 10 min. später nach dem Köder wechseln, "Biss" bei meinem Schwiegervater, sein erster Bodden Hecht von 86cm, die Freude war riesig. Leider auch sein letzte an diesen Tag. Jetzt sollte ich an die Reihe kommen, dachte ich mir. Unsere Guid Jörg, wechselt an einen neuen Platz, ein kleines Areal von 1,5 auf 5,8m abfallend, was nicht groß ist, aber soll immer wieder gute Hechte herbergen. Die ersten 10 Würfe, nichts, dann endlich der ersehnte Biss. Ein schöner Hecht um die 80cm, kommt an die Oberfläche. Der Fisch wird gekeschert, versorgt und wieder in das vertraute Nass zurückgesetzt. Orka sei DANK.


15min später, der nächste Biss, es ist ein Fallbiss, der Fisch nimmt den Köder in Mittelwasser. Die Hechte sind echt Fit und kämpfen gut. Ich kann den nächsten Hecht  80+ verhaften.  Das macht jetzt richtig Spaß, obwohl ich meine Hände kaum spüre vor Kälte (ich kann mit Handschuhen nicht angeln). Ich fange noch zwei weiter Fische, 80cm+ und einen 90cm. Um 16:30 Uhr machen wir Schluss und fahren zurück in den Hafen Seedorf. Wir fingen zu 4 am ersten Tag 12 Hechte. Der Durchschnitt lag bei 85 cm.

Der nächste Tag kann kommen.

von Sebastian Zimnol

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